Regen

Bei uns regnet es Katzen und Hunde, sagt Frauchen.

Ich sprintete also ans Fenster und sah hinaus. Aber ich sah …nichts. Keine Katzen und keine Hunde auf der Wiese. Nur nass und Pfützen .

Hm.

Ich saß eine Weile am Fenster, auf meinem Lieblingsplatz, von dem ich einen super Überblick hab, was so im Garten passiert. Es regnete ganz zart und sacht vor sich hin, der Wind der letzten Stunden hatte sich gelegt.

Frauchen zog ihre Jacke an, die Regenfeste, und klapperte mit der Leine.

“Bella, wie is, Bock auf Gassigehen?” Gassi? Klar doch!

In Windeseile war ich angeleint und trommelte ungeduldig mit den Pfoten, da Frauchen noch einen Regenschirm suchte. Aber sie hatte ihren im Auto, wie sie genervt feststellte, also zogen wir ohne los.

Wir liefen gemächlich los. Sie machte sich einen Scherz daraus. in die Pfützen zu stapfen, so dass ich jedesmal ein paar Spritzer abbekam und noch nasser wurde. Ich konnte mich nicht wehren, da ich an der Leine hing, und war nach einer Weile tropfnass.

Ich merkte mir das.

Wuff.

Als wir an der am weitesten entfernten Stelle von zu Hause ankamen und gerade umkehren wollten, legte der Regen etwas zu.

Pfotengroße Tropfen ballerten auf mein Fell und auf Frauchens regenfeste Jacke. Sie stellte nach 5 Sekunden fest, dass die Jacke doch nicht regenfest war und fluchte den ganzen Weg über vor sich hin. Ich grinste in mich hinein, schüttelte mich immer mal wieder aber ich lief sinnigerweise unter den Büschen, so war es nicht ganz so schlimm.

Vor der Haustür wollte Frauchen, dass ich mich schüttele, bevor ich die Wohnung betrete. Ich stellte mich taub, ich hatte noch was vor.

Da sie mittlerweile durchnässt war, ließ sie mich so hinein.

Noch im Flur begann sie, sich die nassen Klamotten vom Körper zu reißen und hüpfte in Unterwäsche ins Bad. Ich stand immer noch mit der Leine da und mir rann die Nässe langsam unangenehm durchs Fell, aber ich blieb standhaft und schüttelte mich immer noch nicht….

Ich dachte an die Pfützen .

Ein paar Minuten später kam Frauchen aus dem Bad, frisch und trocken bekleidet beugte sie sich zu mir runter und wollte mir endlich die Leine abmachen.

Und ….. ich begann mich endlich ausgiebigst zu schütteln, dass die Tropfen nur so auf Frauchen, den Teppich und die frische Tapete prasselten.

Tja….

Wuff