Forelle

Ich träumte, ich schwebe davon, hoch hinaus, über den Zaun,die Bäume, die Häuser….

Immer weiter, über die Stadt und über Ostwestfalen, bis ich unter mir Wald sah, Berge und einen kleinen See. Ich merkte,dass ich an Höhe verlor, langsam und gemächlich.

Ich sank hinab, auf eine Wiese an einem Bach. Diese war umsäumt von Bäumen, an denen Würste verschiedener Größe hingen. Der Boden war nicht aus Gras, sondern aus kleinen Leckerchen, die verführerisch dufteten.

Der Bach war mit kühlem klaren Wasser gefüllt, in dem Fische nur darauf warteten, in mein offenes Schnäuzchen zu springen.

Ich wusste gar nicht, wohin ich mich zuerst wenden und was ich als erstes zu mir nehmen sollte. Mein Schnäuzchen stand auf und der Speichel floss in Strömen.

Ich lief zum Wasser. Sofort kamen Fischlein in verschiedenen Größen freudig angeschwommen, und ich öffnete mein Schnäuzchen. Eine wunderschöne mittelgroße Forelle erhob sich aus dem Wasser um mich zu sättigen.

Ich sah wie in Zeitlupe wie sie näher kam, vor meinen gierigen Augen größer wurde…

“BELLA! Runter vom Sofa! Sofort!”

Hä?

Ich war wach, von 0 auf 100 in einer Sekunde, und sprang vor Schreck mindestens einen Meter aus dem Liegen hoch.

Herrchen sein Gesicht schaute über die Couchlehne und er donnerte mich an.

“RUNTER!”

Ertappt.

Wenigstens die Forelle hätte er mich fressen lassen können, dachte ich, als ich von der Couch sprang und mich in meine Box trollte.

Mist.

Wuff