Friedrich

 

Gassigehen.

Ich fange an zu jiepern und zu hibbeln, bis es endlich losgeht.

Draussen dann, die Sonne scheint und wir laufen langsam um den Block, sehe ich schon von weiten diesen kleinen fluffigen Hund, bei dem ich immer nicht weiß, wo er anfängt oder aufhört.

Frauchen sieht ihn auch und stöhnt. ” Der schon wieder…Bella, hält bloß die Klappe!”

Okay, dachte ich mir, wenn er nicht wieder in meinen Leinenbereich eindringt, gut. Denn da werd ich zu Terrier, das kann ich überhaupt nicht leiden.

Aber ich krempelte schon mal etwas die Ärmel hoch und ging in den Verteidigungsmodus. Unauffällig, versteht sich.

Er kam mit seinem Frauchen näher, und fing an, mit einem Teil zu wedeln, ob Vorder- oder Hinterteil konnte ich noch nicht erkennen.

” Rufen Sie bitte Ihren Hund zurück!”

“Aber der tut doch nichts…..gell, Friedrich, du bist lieb.”

Friedrich kam näher, und ich blieb stehen.

“Würden Sie bitte Ihren Hund zurückrufen! Ich sag das nicht umsonst! Bitte! ” Frauchen schwoll der Kamm.

“Aber der macht doch gar nichts! Lassen sie ihren Hund doch die Sozialkontakte!” tönte es hinter blonden langen Haaren.

Friedrich stürmte die letzten Meter….

Wuffwuffwuffkreischwuffkreischkreischkreisch….k r e i s c h…..wuff

Frauchen klemmte mich in letzter Sekunde  unter den Arm, bevor ich den lieben Friedrich in seinen Allerwertesten biss.

” Ist ihr Hund aber ungezogen, nein, so ein bösartiges Vieh, wo doch meiner nur spielen wollte…also nein..komm, Friedrich, mit so einem bösen Hund spielst du nicht.” und zog den zeternden Friedrich weg von uns.

Hä? Wer ist hier ungezogen?

Frauchen setzte mich in sicherer Enfernung ab und meinte, ” Bella, die ist doch so……”  so schlimme Schimpfwörter sagt Frauchen sehr selten.