Kampfmäuse

Frauchen kann wieder laufen!

Ihr Fuß hat leider nicht angefangen zu leuchten, aber angesichts der Tatsache,dass sie wieder fast richtig laufen kann,ist mir das Hundeegal.

Wuff.

Wir können nun wieder mit Gassiründchen anfangen,versprach sie mir gestern Abend.

Heute saß ich dann schon morgens fiepend im Flur, hatte die Leine vom Schrank gezogen und wartete.

Und wartete..

Und wartete..

wuhuuuuuuuuuuuuuwuhuuuuuuuuuuuu

“Mann, Bella, es ist um sieben und es ist Feiertag ! ” moserte Frauchen, als sie gähnend aus dem Schlafzimmer kam. ” Na komm, versprochen hab ich es dir ja.”

Es dauerte noch ein bisschen, aber dann gingen wir los. Es war ganz still draußen, nur die kleinen Vogelwesen lärmten in den Büschen. Aber kein Auto, kein Rasenmäher, nichts. Ich hatte alle Zeit der Welt, mich schnüffelnderweise um die Mäuse zu kümmern. Nur Frauchen hatte scheinbar keine Lust auf den frühen Spaziergang, denn sie stöhnte , sie wolle endlich einen Kaffee. Aber sie hatte es mir versprochen, dachte ich mir und dödelte weiter mit ihr rum.

Und da sah ich sie….die Monsterlöcher. Ich starrte sie entsetzt an. Es müssen riesengroße Mäuse sein, die hier wohnen,dachte ich mir, und meine Nackenhaare stellten sich auf. Vorsichtig begann ich, mich den Löchern zu nähern. Ich steckte meinen Kopf in ein besonders großes.image

“Bella, das sind außerirdische Kampfmäuse, vor denen musst du dich in Acht nehmen.” sagte Frauchen, und zog mich langsam von den Monsterlöchern weg, Richtung Wohnung.

‘WAAAS?’ erschrocken sprang ich zurück.

Frauchen sah mich ernst an.

” Wenn die Mäuse einen JackRussel treffen, werden sie ihm das Fell abziehen und ihn auf den Grill legen, kannst du mir glauben.”

Ich war mir nicht sicher, aber ich glaub, sie grinste ein wenig. Noch einmal näherte ich mich den Löchern.

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Und steckte meinen Kopf ganz hinein. Da quiekte es plötzlich in dem Loch.

‘Hilfe! Sie kommen!’ schoss es mir durch den Kopf.

Ich sprang hoch und zitternd und jaulend vor Angst zog ich Frauchen nach Hause.

Neeee, ich wollte nicht gehäutet auf dem Grill liegen.

Frauchen machte mir die Leine ab, ich zitterte immer noch. Dann tat sie mir leckeres Futter in den Napf, gähnte und sagte ” Alles gut, Bella, die kommen nicht hier rein. Ich geh jetzt nochmal ins Bett.”

Dann verschwand sie im Schlafzimmer. Nach einer Weile, mein Puls hatte sich gerade wieder beruhigt, hörte ich sie kichern

“Du, Bella hat Angst vor Mäusen. Ich hab ihr was von Kampfmäusen erzählt, da wollte sie wieder rein.”

Dann lachte Herrchen.

Hä?