Frühling

Ich bin mal wieder mit Frauchen unterwegs. Wir dödeln rum, begucken uns die Felder und die Blumen am Wegesrand.

Da kommt unser kleiner weißer  Nachbarsrüde um die Ecke. Wir umschwänzeln uns, ich hüpfe hoch und beginne , sein Schnäuzchen zu lecken. Ein paar Mal hüpfen wir fröhlich umeinander, er macht Anstalten, davonzurennen. Ich will mit und wie durch ein Wunder entgleitet Frauchen sanft die Leine und ich bin frei.

Ich bin frei!

Der Rüde rennt los, und schaut sich um, ob ich auch mitkommen kann.

Ja! Ich komme!

Meine Beine fliegen über die Wiese, die Grashalme gleiten an mir vorbei, ohne mich zu berühren. Schmetterlinge flattern in der Luft, die sich sanft und warm anfühlt.

Der Rüde rennt nun neben mir. Ich schau in seine braunen Augen und er blickt zärtlich auf mich herab. Mein Herz pumpert in der Brust und flattert wie die Schmetterlinge über mir.

Endlich sind wir bei ihm angekommen. Nur noch wenige Sätze..

“BELLA!”

Ich laufe schneller.

“BELLA!”

Der Rüde entgleitet mir, und auch die Schmetterlinge und die Morgensonne.

“Bella, du alte Schlafnase, hast du keine Lust raus zu gehen?” Frauchen kichert und stupst mich an.

Ich schlage die Augen auf.

Mist.

Die Realität hat mich wieder.

Wuffimage