Evolution

Es ist stürmisch draußen. Ich hatte erst gar keine Lust vor die Tür zu gehen, weil der Regen waagerecht regnete und ich keines Schnorchel hab. So wie der Pimpf, der damit schwimmen geht. Aber Frauchen hat mir ein neues Geschirr umgemacht und mir glaubhaft versichert dass ich damit im Notfall schwimmen kann.

Unterwegs hab ich dann gesehen, wie sich das Trampolin der Nachbarn immer wieder leicht von der Erde abhob, so als wollte es mit den Wolken fliegen. Komische Sachen wirbelten durch die Luft und mir blieb fast dieselbige weg, so stark blies der Sturm.

Mein tapferes Frauchen kämpfte ganz schön beim Laufen gegen den Wind. Dagegen bin ich nicht so breit und konnte zudem die Ohren anlegen und das Schwänzchen abklappern, so dass ich windschnittiger wurde. Die Evolution wird sich schon was dabei gedacht haben.

So dödelten wir draußen rum. Wir liefen zurück an der Straße lang, die Bäume bewegten sich so stark, dass Frauchen vor Angst immer schneller lief.

Plötzlich knarzte etwas vor uns in den Bäumen. Ich erschrak und sprang zurück. Im gleichen Moment krachte ein Ast runter. Genau dorthin, wo ich eben noch stand.

WuffWuffWuffWuff

Während des Bellens suchte ich Schutz hinter Frauchens Beinen. Ich hatte Todesangst. Frauchen wohl auch, denn sie schnappte mich sofort am Geschirr, hob mich hoch und rannte mit mir nach Hause. Zum Glück blies ihr der Wind dann auf den Hintern, so dass sie quasi fast segeln könnte.

Ja,die Evolution hat sich bei der Ausstattung von Frauchen und Hundi schon was gedacht, sinnierte ich, als ich wieder auf meiner warmen Fußbodenheizung lag und langsam einschlief.