Pension

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Heute sind wir dann losgefahren, und haben uns eine neue Pension für mich gesucht. Frauchen sagt, wenn sie es schön haben im Urlaub, soll ich es auch. Das sehe ich auch so.

Wuff

Bei der ersten Pension, die wir uns anschauen wollten, angekommen, durfte ich gleich mit dem Pensionshund ohne Leine in den Garten. Der Hund war ganz schön groß, aber er begann sofort mit mir zu spielen. Beim Rennen durch den Garten hab ich schon mal unauffällig die Fluchtwege abgecheckt. Aber es war alles sorgfältig umrandet. Mist.

Was mache ich dann, wenn es mir hier nicht gefällt und ich will Frauchen in den Urlaub folgen? Werd das noch mal überlegen, beschloss ich beim rennen. Aber da sah ich, dass die Eingangstür nicht verschlossen war. Keiner bemerkte es und  schon war ich auf die Strasse geflitzt. Sofort fing Frauchen an zu rufen, sie hatte mich nämlich nicht aus den Augen gelassen. Ich schnüffelte ein bischen rum und schaffte es, noch knapp vor dem Vorderrad des heranbrausenden LKW über die Strasse zu schlüpfen. Hey, bin ich gut?

Frauchen sah das nicht so, denn sie krallte mich sofort und drückte mich an ihre weiche Oberweite. Sie war ganz blass….oh oh..

Schwuppdiwupp saß ich wieder in der Transportbox. Mist. Hatte mich gerade über den Fluchtweg gefreut.

Ich hörte noch, wie Frauchen sich mit der Dame kurz unterhielt, sie klang dabei recht unfreundlich fand ich.

Dann stieg sie ins Auto und drehte sich um “Bella, das geht ja wohl gar nicht! Ich will dich doch lebendig wiederhaben! Ich fass es nicht..” Kopfschüttelnd fuhr sie los.

Zur nächsten Pension.

Da blieb ich erst mal im Auto. Ich hörte viele Hunde bellen und war ganz allein im hier drin.  Das Bellen wurde lauter…FRAUCHEN!!! Ich hatte Angst.

Wuhuuuuu

“Bella, beruhig dich, ich bin doch da!” mir fiel ein Stein von meinem kleinen Köterherz. Hat sie mich doch nicht hier allein gelassen.

Dann durfte ich auch raus, aber mit Leine. Frauchen hatte wohl gelernt.

Ich schnupperte einmal ausgiebig an der Frau, die sich mit Frauchen unterhielt, während sie mir ein Leckerchen nach dem anderen reichte.

Hier gefiel es mir. Wenn Frauchen dann aus dem Urlaub kommt, kann sie mich heimrollen, dachte ich mir, und fand die Vorstellung, den ganzen Tag und die ganze Nacht mit Leckerchen vollgestopft zu werden himmlisch. So muss ein Hundehimmel aussehen, träumte ich schmatzend vor mich hin….genauso.

Aber leider verabschiedete sich die Frau und ich musste in die Box.

“Du bekommst den ganzen Tag nichts mehr zu fressen, du wirst zu dick!” meckerte Frauchen. ” Aber die Pension nehmen wir. Auch wenn du danach auf Diät musst.” schob sie augenzwinkernd hinterher.

Dann fuhr sie los.

Das hätte Herrchen auch mal zu Frauchen sagen sollen, dachte ich grummelnd, bevor ich mit vollem Magen während der Fahrt einschlief.